Synthetisch hergestellte Nanozeolithe können von verschiedenen Zelllinien aufgenommen werden. Der Aufnahmemechanismus hängt jedoch stark vom Zelltyp und der Oberflächenladung der Nanomaterialien ab.

 

Untersuchungen im Labor haben gezeigt, dass je nach Oberflächenladung der Nanozeolithe und je nach eingesetztem Zelltyp (Darm, Lunge, Fresszellen) die Nanomaterialien über unterschiedliche Wege in die Zellen aufgenommen werden. In HeLa Zellen werden modifizierte Zeolithe in Abhängigkeit von ihrer Oberflächenladung und ihres Agglomerationszustands über aktive Prozesse in die Zellen aufgenommen. Positiv geladene sowie speziell beschichtete Zeolithe zeigen eine hohe Aufnahmerate im Gegensatz zu unbeschichteten bzw. negativ geladenen Nanozeolithen. Die genauen Aufnahmemechanismen für die einzelnen Zeolith-Klassen sind aber bislang noch ungeklärt [1-4].

Aufgrund ihrer porösen Grundstruktur wirken Zeolithe auch als Filter in biologischen Flüssigkeiten, bei denen sich je nach Art der Oberfläche eine unterschiedliche Schicht an Proteinen und anderen Bestandteilen der umgebenden Flüssigkeit ausbildet. Dies beeinflusst nicht nur das Agglomerationsverhalten der Partikel, sondern auch deren Verfügbarkeit und spätere Aufnahme in die Zellen [5].

 

Die Aufnahme von Nanozeolithen in Zellen hängt stark vom Zelltyp, der Oberflächenladung sowie der jeweiligen Protein- bzw. Lipid-Schicht auf der Partikeloberfläche ab.

 

 

Literatur arrow down

  1. Thomassen, LC et al. (2012), Nanotoxicology, 6(5): 472-485.
  2. Vilaca, N et al. (2013), Colloids Surf B Biointerfaces, 112 237-244.
  3. Bhattacharya, K et al. (2012), Toxicol Lett, 215(3): 151-160.
  4. Li, Z et al. (2013), Small, 9(9-10): 1809-1820.
  5. Laurent, S et al. (2013), Toxicology Research, 2(4): 270-279.

 

 

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